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Aktien - Ist die Zeit reif für den Einstieg?
es ist eigentlich kein Geheimnis: Die großen Investoren dieser Welt - egal, ob Buffett, Jim Rogers oder Peter Lynch - kaufen dann, wenn Aktien günstig sind. Wenn die breite Masse in Scharen aus Aktien flüchtet - so wie aktuell - schlägt die Stunde der Antizykliker. Doch Charttechniker warnen: Der Dow Jones kann noch viel weiter fallen. Wer behält am Ende Recht? Ist die Zeit wirklich schon reif für den Kauf von Aktien? Wie immer scheiden sich hier die Geister. Die Skeptiker verweisen auf Ultra-Langfrist-Charts des Dow Jones, nach denen selbst bei einem Rutsch des Dow auf 2.000 Punkte der langfristige Aufwärtstrend noch nicht gebrochen wäre. Schauen Sie sich bitte mal diesen Chart an: Die blaue konstant ansteigende Trendlinie stellt den langfristigen Aufwärtstrend dar. Sie erkennen in den 20er-Jahren eine Übertreibung nach oben, eine kreditgetriebene Blase, auf die anschließend der böse Absturz im Zuge der Weltwirtschaftskrise folgte. Der Absturz war so heftig, dass der Dow Jones Anfang der 30er-Jahre dann sogar die Trend-Linie von oben durchstoßen hat und deutlich darunter fiel. In den Jahren darauf näherte er sich dann wieder dieser langfristigen Trendlinie und mäandrierte um diese herum. *Die Argumentation der Charttechniker Sie ahnen wahrscheinlich schon, worauf die Bären nun hinaus wollen: Sie sehen seit Anfang der 80er-Jahre einen ähnlich dynamischen Anstieg des Dow Jones, der zu einer weiten Entfernung von der Trendlinie führte. Auch dieser Boom ist bzw. war - wie wir spätestens jetzt wissen - massiv kreditfinanziert. Die Pessimisten argumentieren nun, dass diese gigantische Kreditblase gerade platzt. Ähnlich wie zu Beginn der 30er-Jahre nähert sich der Dow Jones lediglich seiner langfristigen Aufwärtstrendlinie an. Diese verläuft aktuell bei ca. 2.000 Punkten (siehe blaue horizontale Linie im Chart). Demnach wäre also noch jede Menge Platz nach unten. Schlimmer noch: Wenn die Theorie zutrifft, dass auf massive Übertreibungsphasen, eine genauso heftige Untertreibung folgt, dann könnte der Dow Jones auch noch weit tiefer als 2.000 Punkte fallen - wie Ende der 20er/Anfang der 30er-Jahre. Aber wie kommt eigentlich so eine konstante Trendlinie zustande? Nun, Börsenhistoriker/-statistiker wie Jeremy Siegel haben herausgefunden, dass Unternehmen bereits seit den 1820er-Jahren im Durchschnitt mit einer bemerkenswerten Konstanz die Gewinne um sieben Prozent jährlich gesteigert haben. Für den Zeitraum seit der Weltwirtschaftskrise ist dies erwiesenermaßen so. Siegel hat in seinem Klassiker "Stocks for the long run" nun nachgewiesen, dass dies auch in den Jahren 1802 bis 1870 und 1871 bis 1925 so gewesen sei. Weil Aktienkurse letztlich nur der Gewinnentwicklung der Unternehmen folgen (bzw. diese vorwegnehmen), lässt sich daraus folgern, dass es immer einen so genannten "Return to the mean" gibt, also eine Rückkehr zum Durchschnittswert. Die Eine-Million-Euro-Frage lautet nun aber: Wo verläuft die Durchschnittslinie? Kann man es sich wirklich so einfach machen und einfach eine Trendlinie in einen Ultra-Langfrist-Chart einzeichnen? *Die Vorgehensweise der Fundamental-Analytiker Der Bestseller-Autor, Statistik-Guru und Fondsmanager James P. O`Shaughnessy vertritt ebenfalls die obige "Return to the mean"-These. Trotzdem kommt er zu einer komplett anderen Antwort auf die Frage, ob es jetzt Zeit sei, Aktien zu kaufen. In seinem Buch "Predicting the markets of tomorrow", leitet er anhand von Langfrist-Studien die zu erwartende Rendite für den S&P 500 im Zeitraum von 2000 bis 2019 ab. Er wählt das Jahr 2000, genauer den März 2000, als Ausgangspunkt, weil in den 20 Jahren zuvor der S&P 500 eine inflationsbereinigte durchschnittliche Rendite von 13,85 Prozent erreicht hat. Das ist der höchste jemals erreichte Wert in der Geschichte des S&P 500 und diese reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Entsprechend folgerte er, dass in den Jahren 2000 bis 2019 nur eine deutlich unterdurchschnittliche Rendite mit Aktien zu erzielen sei. Konkret ging er damals von durchschnittlich drei bis fünf Prozent jährlich aus. Was O`Shaughnessy nun aber weder gewusst noch geahnt hat, ist, dass der Aktienmarkt bereits in den ersten neun Jahren, also bis Anfang 2009, derart massiv abstürzen würde. Die inflationsbereinigte Rendite in den letzten 20 Jahren liegt nun nur noch bei 4,65 Prozent. Seine Zielgröße von drei bis fünf Prozent ist damit also bereits jetzt erreicht. *Die nächsten 11 Jahre werden hohe Renditen bringen Es wäre aber ein Denkfehler, daraus zu folgern, dass die Aktienmärkte nun die nächsten elf Jahre in etwa seitwärts laufen sollten. Denn dann würde sich Ende des Jahres 2019 auf die letzten 20 Jahre gesehen eine deutlich negative inflationsbereinigte Rendite ergeben. Das hat es aber noch nie in der Geschichte des Aktienmarktes gegeben, noch nicht mal in den 20 Jahren, die auf den Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1929 folgten. Selbst damals verblieb unter dem Strich eine inflationsbereinigte Rendite von plus 0,29 Prozent. O`Shaughnessy hat nun etwas sehr interessantes gemacht, er hat nämlich ausgerechnet, welche durchschnittliche, jährliche, inflationsbereinigte Rendite sich von 2009 bis 2019 mit Aktien erzielen ließe, wenn wir im Jahr 2019 auf einen genauso verheerenden 20 Jahres-Zeitraum zurückblicken müssten, wie von 1929 bis 1949. Bitte vergegenwärtigen sie sich die damalige Situation: Die Arbeitslosenrate hat während der großen Depression 25 Prozent erreicht, das Bruttoinlandsprodukt war um fast ein Drittel eingebrochen und die Grundstückwerte halbierten sich damals. Von einer solchen Dramatik sind wir noch meilenweit entfernt und es muss in der aktuellen Krise keinesfalls so schlimm kommen, zumal die Notenbanken aus den damaligen Fehlern gelernt haben. O`Shaughnessy geht nun in seinem Bärenmarkt-Szenario trotzdem davon aus, dass wir eine Neuauflage der Weltwirtschaftskrise erleben werden. Und nun raten Sie mal, wie die inflationsbereinigte Rendite von Aktien in einem solchen Szenario in den kommenden elf Jahren wäre? Sie läge bei durchschnittlich plus sechs Prozent jährlich - inflationsbereinigt wohlgemerkt. Wo anders als auf dem Aktienmarkt lässt sich eine solche Rendite erzielen. Wohlgemerkt: Hierbei handelt es sich um ein äußerst negatives Szenario für Aktien. Sollte O`Shaughnessy mit seiner ursprünglichen Schätzung einer Rendite von drei bis fünf Prozent von 2000 bis 2019 Recht behalten, wäre sogar eine jährliche Durchschnittsrendite von zwölf Prozent oder mehr möglich. (Den Originaltext von O`Shaughnessy finden Sie auf der Seite www.osam.com. Sie finden ihn auf der Startseite unter dem Titel: "Change your Focus, change your future") *Wem glauben wir nun? Wer wird nun letztlich Recht behalten? Ich möchte die Frage mit einer Gegenfrage beantworten: Kennen Sie einen reichen Charttechniker? Ich nicht! Kennen Sie reiche Fundamentalanalytiker? Ich schon: Ganz zu Beginn des Artikels habe ich Ihnen einige genannt.
- Aktienanlagen sollten nicht mit einem Zeithorizont von unter fünf Jahren getätigt werden. - Aktienanleger sollten sich nicht von der aktuellen Nachrichtenlage beeinflussen lassen, sondern auf historische Erkenntnisse auf Basis nüchterner Zahlen und Fakten bauen. - Diese besagen, dass sich im kommenden Jahrzehnt eine überdurchschnittlich hohe Rendite mit Aktien erzielen lässt. Selbst in einem Worst Case-Szenario (zweite Weltwirtschaftskrise) ist bis zum Jahr 2019 eine klare positive Rendite mit Aktien zu erwarten.
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2.) General Electric -
Jahrelang wurden dem deutschen Konkurrenten Siemens die Erfolge von GE als Vorbild vor die Nase gesetzt, der Aktienkurs entwickelte sich jahre-, ja sogar jahrzehntelang, besser als der der Münchner. Jack Welch, der ehemalige CEO von General Electric gilt bis heute als Unternehmerlegende. Alles Geschichte! Inzwischen befindet sich die GE-Aktie im freien Fall. Alleine in den letzten fünf Handelstagen hat das Papier 35 Prozent an Wert verloren, in den letzten 52 Wochen gar katastrophale 80 Prozent. Aktuell wird nicht einmal mehr sieben US-Dollar je Stück bezahlt. Wie konnte das passieren? In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen immer mehr zu einem Finanzdienstleister mit angeschlossenem Industriegeschäft entwickelt. Das mag leicht übertrieben sein, aber tatsächlich hat die eigene Finanzsparte GE Capital zuletzt mehr Gewinn für den Konzern erwirtschaftet, als alle industriellen Teilbereiche zusammen. Das lief in Boomphasen glänzend und brachte dem Unternehmen hohe Gewinne ein. Nun erweist sich diese Geschäftspolitik, die von Welch-Nachfolger Jeffrey Immelt noch forciert worden war, als Bumerang. Die Bilanzsumme von GE umfasst inzwischen schier unglaubliche 600 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten sind enorme Verbindlichkeiten und riskante Wetten auf hochspekulative und inzwischen kaum mehr am Markt verkäufliche Kreditderivate, beispielsweise aus dem Immobilienbereich. Der Markt fürchtet nun, dass weitere Milliardenabschreibungen folgen werden, das Unternehmen neues Kapital braucht und deshalb eine das Kapital der Anleger stark verwässernde Kapitalerhöhung durchführen muss. Das AAA-Kreditrating scheint ebenfalls in Gefahr. Fällt dieses, so wird die Refinanzierung der enormen Schuldenlast noch teurer. GE könnte in einen richtigen Abwärtsstrudel hineingezogen werden, der den ganzen Konzern mitsamt den eigentlich gesunden industriellen Teilen gefährden würde. Peter Sorrentino, Portfolio-Manager des Vermögensverwalters Huntington Asset Advisers aus Cincinnati, berichtet, dass bei Spekulanten zuletzt Optionen mit einem Ausübungspreis von 2,50 US-Dollar sehr gefragt gewesen seien und folgert daraus, dass die Aktie bis auf dieses Niveau fallen könnte.
*Schwierige Gegenmaßnahmen Das Problem: Ähnlich wie viele US-Banken ist die Lage bei GE Capital festgefahren. Man ist mehr oder weniger hilflos der weiteren Entwicklung der Finanzkrise ausgeliefert. Prinzip Hoffnung. Aktiv gegenzusteuern ist nur indirekt, beispielsweise durch den Verkauf von Beteiligungen um Liquidität aufzubauen, möglich. Pessimisten befürchten nun, dass GE zu einem ähnlichen Sanierungsfall wie Citigroup und Co. werden könnte. Die Aktien der Citigroup erreichten gestern erstmals Penny Stock-Niveau. Eine drohende und möglicherweise nur durch Staatshilfen abzuwendende Insolvenz von GE hätte unkalkulierbare Folgen für die US-Wirtschaft - sowohl in finanzieller Hinsicht als auch, was die psychologischen Folgen für den US-Konsumenten angeht. GE beschäftigt momentan weltweit 323.000 Vollzeit-Mitarbeiter.
- Mit General Electric wird eines der Aushängeschilder der US-Industrie in den Abwärtsstrudel hineingezogen. Die Lage ist ernst, die Aktie im freien Fall. - Eine Insolvenz bzw. eine staatliche Notrettung hätte wahrscheinlich verheerende Folgen für Investoren und die US-Wirtschaft insgesamt.
3.) Wo gibt es die höchsten Zinsen?
Hier die Tagesgeld-Übersicht bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro:
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