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Öl-Preis: Wann fällt das alte Hoch?
was das Thema Ölpreis betrifft bin ich natürlich jetzt etwas im Zugzwang, weil ich Ihnen den letzten Absturz auf 50 US-Dollar fast punktgenau prognostiziert hatte. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Bei dieser Prognose war auch einiges Glück dabei, denn letztlich hängt die kurzfristige Entwicklung des Ölpreises von ein paar Variablen ab, die sich eigentlich unmöglich prognostizieren lassen. Ich erkläre Ihnen nachfolgend, welche das sind und warum ich mich letztes Mal doch zu dieser gewagten Prognose habe hinreißen lassen. Die Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Großbritannien/USA und dem Iran war das eigentliche Schreckgespenst für die Energieversorgung gewesen. Denn nicht nur der iranische Erdölexport selbst wäre dann gefährdet gewesen. Direkt vor der Küste Irans liegt nämlich auch die Meerenge von Hormuz, durch die große Teile des OPEC-Öls in alle Welt verschifft werden. Eine mögliche Seeblockade wäre das Worst Case-Szenario gewesen. Experten hielten für diesen Fall kurzfristig Preise jenseits der 100 US-Dollar-Marke für ein Barrel (159 Liter-Fass) für möglich. *Weiterer Zündstoff für den Ölpreis Trotz allem birgt der Themenkomplex Iran weiteren Zündstoff. Denn die nuklearen Ambitionen werden weiter ein Thema bleiben. Für den späten April ist der nächste Check der iranischen Nuklearanlagen durch die Internationale Atomenergie-Behörde geplant. Dort werden speziell die Gaszentrifugen unter die Lupe genommen mit denen die physikalische Trennung verschieden schwerer Gase vorgenommen werden kann. Diese Zentrifugen werden bei der Uran-Anreicherung eingesetzt. Interessante Hintergründe zum Atomprogramm Irans finden Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Atomprogramm_Irans "Sollte eine starke Erweiterung des Zentrifugalsystems erkennbar sein, dann dürften die Märkte wieder nervös werden", sagt beispielsweise Cliff Kupchan, der Direktor der Eurasia Group, einer geopolitischen Expertenkommission. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der damit verbundenen Zunahme von außergewöhnlichen Wetterphänomenen, lauert jetzt auch schon wieder die Angst vor der neuen Hurrikan-Saison in den USA in den Hinterköpfen. Meteorologen prophezeien für dieses Jahr mindestens einen besonders starken Hurrikan, der beträchtliche Verwüstungen anrichten könnte. Damit drohen wieder Produktionsausfälle bei Raffinerien und damit ein Angebotsrückgang für Benzin. Das käme den USA derzeit besonders ungelegen, weil die Raffinerien neuesten Reporten zufolge, ohnehin in einem schlechten Zustand und häufig hoffnungslos veraltert sind. Dies machte sich beispielsweise durch einen konstant rückläufigen Lagerbestand bemerkbar. Wenn hier noch unwetterbedingte Ausfälle hinzukommen, könnte es schnell zu einer Preisexplosion bei Benzin kommen. Das würde dann in einer Art Rückkopplungseffekt auch den Ölpreis nach oben treiben. Doch auch anderswo besteht Konfliktpotenzial: In Nigeria, einem der wichtigsten afrikanischen Ölproduzenten, wurden beispielsweise seit Jahresbeginn mehr als 100 Ausländer von Rebellen als Geiseln gefangen genommen. Präsident Olusgun Obasanjo ist offenbar im Vorfeld der für den 21. April geplanten Landeswahlen jedes Mittel Recht, um an der Macht zu bleiben - sogar Überfälle auf eine unabhängige Wahlkommission durch seine Geheimpolizei soll der Präsident angeordnet haben. Eine Eskalation scheint auch hier jederzeit möglich. *Was spricht für einen fallenden Ölpreis? Prinzipiell spricht nicht viel für einen fallenden Ölpreis. Allenfalls saisonale Gesichtspunkte sind hier zu nennen. Die Frühjahrszeit gilt allgemein als Nachfrageloch für Öl: Der heizintensive Winter ist vorbei und die spritintensive Reisezeit ist noch nicht angebrochen. Zudem verabschieden sich die kurzfristigen Spekulanten wieder aus dem Ölmarkt. Die sinkende Risikoprämie könnte den Preis ebenfalls drücken. Die große Unbekannte im Spiel bleibt die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Sie hat gerade in nachfragearmen Zeiten ausreichend Spielraum, den Preis durch eine Erhöhung oder Kürzung der geplanten Fördermengen maßgeblich zu beeinflussen. *Der Ölverbrauch steigt und steigt und steigt So bleibt dem Anleger letztlich nichts anderes übrig als sich auf die mittelfristige Entwicklung zu konzentrieren. Und hier zeigen die neuesten Zahlen ganz klar, dass die fundamentale Nachfrage/Angebot-Situation unverändert für einen steigenden Ölpreis spricht. Nach Angaben der Oil Market Intelligence von Haver Analytics ist der weltweite Ölverbrauch im Februar 2007 auf das höchste Niveau aller Zeiten gestiegen: 87,1 Millionen Barrel Erdöl wurden verbraucht. Das sind umgerechnet rund 1000 Barrel oder 160 Liter pro Sekunde! Zum Vergleich: Vor rund 10 Jahren lag dieser Wert noch bei gut 70 Millionen Barrel. Auch wenn die Daten für einen bestimmten Monat nicht überbewertet werden sollten, so zeigt sich doch: Der Aufwärtstrend beim Verbrauch ist weiter intakt, auch wenn auf Jahresbasis von 2004 bis 2006 die prozentuale Erhöhung des Verbrauchs rückläufig war. Umgekehrt lässt eine signifikante Erhöhung des Angebots weiter auf sich warten. Die Defizite, die durch 20 Jahre lang vernachlässigte Öl-Exploration entstanden sind, können nicht in einem oder zwei Jahren wieder wettgemacht werden. Größere neue Ölfunde bleiben ebenfalls aus. Auch die Produktion von Ethanol, das ja im Verhältnis 20:80 dem Benzin quasi zur Streckung beigemischt werden und so den Benzinverbrauch senken soll, läuft erst im kommenden Herbst so richtig an. Vorher ist auch von dieser Seite nicht mit einer Entspannung zu rechnen.
MEIN FAZIT: + Angebots/Nachfrage-Missverhältnis spricht für weiter steigenden Preis - Kurzfristig Entspannung der geopolitischen Lage
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Nachdem DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche auf der Aktionärs-Hauptversammlung am Mittwoch offiziell Gespräche über den Verkauf von Chrysler bestätigt hatte, kam die Aktie zunächst leicht unter Druck. Begründet wurde dies mit der angeblichen Sorge, die Unsicherheit könnte sich negativ auf den Autoverkauf in den kommenden Wochen auswirken. Der eigentliche Grund dürfte aber schlicht und einfach "Sell on good News" gewesen sein, nachdem die Aktie in den letzten Wochen bereits deutlich angezogen hat. Der Kurs der Aktie stabilisiert sich jedoch bereits wieder. Die heutigen Kursverluste von gut einem Prozent sind ausschließlich auf die Kursbereinigung im Zusammenhang mit der Zahlung der Dividende zurückzuführen. Am Tag nach der HV wird traditionell die Dividende ausgezahlt. Im Anschluss eröffnet die Aktie dann - vorausgesetzt es gibt keine anderen Kurs beeinflussenden News - entsprechend niedriger. *Das Unternehmen steht vor einer Neubewertung Das ist jedoch alles Tagesgeschäft. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung sind zwei Dinge: Zum einen dürfte DaimlerChrysler unserer Ansicht nach im Falle eines Verkaufs von Chrysler einen wesentlich höheren Erlös erzielen wie aktuell geschätzt wird. Verschiedene Private Equity-Investoren dürften sich nämlich einen erbitterten Kampf um Chrysler liefern. Insider glauben, dass chinesische Autohersteller, die mit Macht auf den europäischen und amerikanischen Markt drängen, die eigentliche Ursache des großen Interesses sind. Denn: Der US-Traditionsbauer verfügt immer noch über ein dichtes Händlernetzwerk in Nordamerika, das die Chinesen als Drehscheibe für den Export ihrer eigenen Modelle nutzen könnten. Das würden sich die Chinesen mit Sicherheit einiges Kosten lassen. Die hohen Pensionsverpflichtungen (bis zu 19 Milliarden US-Dollar werden genannt) von Chrysler, die ein potenzieller Käufer mittragen müsste, geraten dagegen in den Hintergrund. Lediglich die starken Automobil-Gewerkschaften in den USA und Deutschland, die im Aufsichtsrat die Hälfte der Stimmen haben, könnten hier noch den Spielverderber markieren. Der zweite Vorteil: Nach einer Trennung von Chrysler (und eventuell weiteren wenig lukrativen Sparten wie dem Van-Bereich oder der EADS-Beteiligung), könnte der Stuttgarter Konzern quasi wie in alten Zeiten als Daimler-Benz AG firmieren. Die Gewinnmargen könnten dann dank des gut laufenden Kerngeschäfts endlich wieder das Niveau von Konkurrenten wie BMW oder Audi erreichen, was dem Aktienkurs entsprechendes weiteres Aufwärtspotenzial verleiht. Das Unternehmen könnte so seine Altlasten loswerden und angesichts eines quasi seit 20 Jahren mehr oder weniger seitwärts laufenden Aktienkurses einen längst überfälligen Neuanfang wagen.
MEIN FAZIT: + Bieterwettkampf um Chrysler möglich - Starke Gewerkschaften als große Unbekannte
Heute wieder bei einer angenommenen Anlagesumme von 10.000 Euro für Tagesgeld. Hier ist nach wie vor das "Lockangebot" von Consors ganz vorne. Driver&Bengsch kann sich neu auf dem zweiten Platz festsetzen.
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> Themen der nächsten Ausgabe 14. April
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