Geld verdienen bei fallenden Kursen - Wie es geht, was Sie beachten müssen!
Henkel - Procter&Gamble als Vorbild!
Wo gibt es die höchsten Zinsen?

Samstag, 07. Juli 2007

Absicherungsstrategien - Wie es geht,
was Sie beachten müssen!

 

Armin Brack, Chefredakteur


Lieber Geldanleger,

in den vergangenen vier Jahren konnten Aktieninvestoren an einer der größten Kursrallyes aller Zeiten partizipieren. DAX und MDAX haben sich inzwischen von Ihren Tiefs im Jahr 2003 fast vervierfacht bzw. sogar mehr als vervierfacht.

Immer mehr Anleger spielen mit dem Gedanken, die erzielten Gewinne über Derivate abzusichern. Doch für wen kommt eine solche Absicherungsstrategie überhaupt in Frage und wo liegt der Vorteil gegenüber einem direkten Verkauf der eigenen Papiere?

Bevor wir auf die verschiedenen Möglichkeiten zur Absicherung kommen, ist vorweg eines wichtig: Absicherungsstrategien sind prinzipiell nur dann sinnvoll, wenn Sie der Ansicht sind, dass Markttiming möglich ist!

"Markttiming" bedeutet dabei nichts anderes, als der Versuch, den zukünftigen Kursverlauf des Gesamtmarktes zu prognostizieren. Wichtig: Letztlich betreibt jeder Markttiming, der zu irgendeinem Zeitraum nicht zu 100 Prozent im Markt investiert ist und/oder Absicherungsstrategien verwendet.

Einige der größten und erfolgreichsten Investoren aller Zeiten, vorneweg der inzwischen "nur" noch drittreichste Mann der Welt, Warren Buffet, aber auch die Fondsmanager-Legende Peter Lynch halten dieses Unterfangen für unsinnig. Ganz zu schweigen von André Kostolany und seinem legendären "Schlaftabletten"-Bonmot.

Verschiedene neue Langfristuntersuchungen in den USA, unter anderem von Dalbar Financial Services, einer in Boston ansässigen, unabhängigen Investmentberatungsfirma, bestätigen die Ansichten von Buffet & Co. Die meisten Anleger schaden sich, wenn sie versuchen, den Markt zu timen. Dalbar fand heraus, dass der durchschnittliche Aktienanleger in den vergangenen 20 Jahren über neun Prozent weniger Rendite erzielt hat, als der marktbreite S&P 500-Index.

Als Hauptursache machten die Verfasser eben diesen immer währenden Versuch der Anleger, den Markt zu timen, ausfindig. Alleine deshalb, weil so das anzulegende Geld nicht während des gesamten Anlagezeitraums in Aktien investiert war, ging eine Menge an Performance verloren, heißt es in der Studie. Marc Hulbert, der seit nun 25 Jahren die Performance von US-Börsenbriefen unter die Lupe nimmt, bläst ins gleiche Horn. Er fand heraus, dass die meisten Briefe mit ihrer Strategie besser gefahren wären, wenn sie immer zu 100 Prozent im Markt investiert geblieben wären.

Überlegen Sie sich also gut, ob Sie sich auf die Seite der Markttimer schlagen wollen!

*Die Argumentation der Gegenseite!

Andererseits - und das ist die Kehrseite der Medaille - zeigen aber auch Studien, dass die allermeisten Anleger nicht in der Lage sind, eine einmal eingeschlagene Anlagestrategie durch dick und dünn durchzustehen. Kommt es zu so extremen Markteinbrüchen wie nach der Jahrtausendwende - als der DAX von 8.100 bis auf 2.200 Punkte gefallen ist - bekommen dann nicht selten auch hart gesottene Buy&Hold-Verfechter kalte Füße und schmeißen ihre Aktien letztlich zu Spottpreisen auf den Markt.

Ein weiteres Problem der Buy&Hold-Strategie ist, dass viele Privatanleger ihre Depots zu spekulativ ausrichten. Waren es in den 90er-Jahren Technologie- und Internetaktien, die die deutsche Anlegergemeinde begeisterten, so sind es nun Rohstoffwerte in den verschiedensten Facetten. In beiden Fällen ließ bzw. lässt die Qualität der betreffenden Aktien dabei oft stark zu wünschen übrig. Die Risiken werden unterschätzt.

Wer nun versucht mit einem sehr spekulativ ausgerichteten Depot eine "Buy-and-Hold"-Strategie zu fahren, bei dem sind dramatische Kursverluste vorprogrammiert. Und zudem dürfte die Hoffnung darauf, dass die Aktien irgendwann wieder "zurückkommen", vergeblich sein.

Doch selbst für erfahrene Börsianer könnte die Buy&Hold-Strategie in den nächsten Jahren ein echtes Geduldsspiel mit ungewissem Ausgang werden. Denn Fakt ist: Die vergangenen knapp 20 Jahre seit dem 1987er-Crash gehören zu den besten zwei Dekaden für Aktienanleger in den vergangenen 200 Jahren überhaupt. Die Dividendenrenditen für Aktien sind auf einem historischen Tief und die KGVs auf Basis des Durchschnittsgewinns der Unternehmen in den letzten 10 Jahren (das so genannte KGV10), liegen derzeit weltweit bei über 26 (nach neuesten Daten der Huber-Portfolio AG). Diese Zahl liegt rund 50 Prozent über dem historischen Durchschnitt des KGV10 von 17.

Die unbequeme Wahrheit, die man aus der Vergangenheit mit hoher Wahrscheinlichkeit ableiten kann, lautet daher: Die am Aktienmarkt erzielbaren Renditen dürften in den kommenden zwei Dekaden bei weitem niedriger ausfallen als im zurückliegenden Zeitraum. Vor dem Hintergrund des insgesamt hohen bis sehr hohen Bewertungsniveaus an den Aktienmärkten weltweit, nimmt die Wahrscheinlichkeit eines heftigen Einbruchs zu, je länger die Kursrallye anhält.

Klar, dass da das Bedürfnis der Anleger nach einer Absicherung der aufgelaufenen Buchgewinne zunimmt.

*Welchen Zeithorizont haben Sie?

Ob eine Absicherungsstrategie für Sie Sinn macht, hängt aber auch davon ab, welchen Zeithorizont Sie für Ihre Aktien-Investments haben. Wenn Sie Aktien als Altersvorsorge betrachten und noch 15 bis 20 Jahre vor sich haben, bevor Sie das Geld benötigen, brauchen Sie sich über Absicherungsstrategien keine Gedanken machen (sehr wohl jedoch über die Auswahl der Einzelaktien, was aber heute nicht das Thema sein soll).

Wenn Sie aber eher kurzfristig orientiert sind, sind Sie quasi gezwungen, sich Gedanken über eine Depotabsicherung zu machen.

*Derivative Absicherungsstrategien

Grundsätzlich wird in der Literatur zwischen originären und derivativen Absicherungsstrategien unterschieden. "Originär" bezeichnet die herkömmliche Absicherung ihrer Einzelaktien über Stopp-Loss. "Derivativ" meint die Absicherung über Derivate wie beispielsweise Zertifikate.

Mittlerweile ist es für den durchschnittlichen Privatanleger kaum mehr möglich im Zertifikate-Dschungel den Überblick zu behalten: Garantiezertifikate, Discountzertifikate, Lock-In-Zertifikate, Lock-Out-Zertifikate, Turbo-Zertifikate, Deep-Discount-Zertifikate, Airbag-Zertifikate etc. etc.

Die Vorstellung aller einzelnen Produkte würde ungefähr 24 Seiten in Anspruch nehmen. Soviel hat zumindest die Investment-Research Abteilung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank in ihrer guten Übersichtsdarstellung benötigt. Sie können diese hier kostenlos als PDF-Datei downloaden.

*Die vier Berliner Bären

Ich will mich in diesem Update auf die Vorstellung eines innovativen Produkts konzentrieren, das mir unter dem Strich am besten gefällt, weil es einfach und transparent ist.

Die Landesbank Berlin hat vier Bär-Zertifikate aufgelegt mit denen Sie auf fallende Kurse beim DAX (WKN LBB11G + WKN LBB11H), beim Euro Stoxx 50 (WKN LBB11J) und beim wichtigsten Schweizer Aktien-Index, dem SMI (WKN LBB11K), spekulieren können.

Die Funktionsweise ist folgende: Das LBB11G hat einen Basispreis von 10.000. Zieht man davon den aktuellen DAX-Stand (8.000 Punkte) ab und teilt das Ganze durch 100 (Bezugsverhältnis) erhält man den aktuellen Wert des Zertifikats, also 20 Euro. Steigt der DAX auf 8.100 Punkte ist das Papier noch 19 Euro Wert, fällt der DAX auf 7.900 Punkte steigt das Zertifikat auf 21 Euro. Transparenter und einfacher geht es kaum.

Der Hebel des Scheins liegt damit aktuell bei exakt vier, das heißt: Fällt der DAX um ein Prozent, steigt das Zertifikat um vier Prozent.

Wem das etwas zuviel Risiko ist, der kann auf das LBB11H ausweichen. Hier liegt der Basispreis bei 12.000 Punkten. Dieser Schein notiert also aktuell bei 40 Euro. Steigt bzw. fällt der DAX auf 8.100 Punkte bzw. 7.900 Punkte, fällt bzw. steigt der Wert auf 39 Euro bzw. 41 Euro.

Der Hebel des Scheins liegt damit aktuell bei exakt zwei, das heißt: Fällt der DAX um ein Prozent, steigt das Zertifikat um zwei Prozent.

Wichtig: Nähert sich der DAX dem Basispreis an, geht der Wert des Papiers gegen null. Der Vorteil gegenüber "normalen" Turbozertifikaten ist, dass die LBB-Scheine nicht verfallen (kein Knock-Out) sondern auch nach einem Überschreiten des Basispreises wieder an Wert gewinnen, wenn der DAX anschließend wieder fällt. Zudem gibt es keine Finanzierungskosten wie bei den Turbos, die die Basispreise dort stetig sinken lassen.

Das Laufzeitende aller genannten Papiere ist der 28.06.2017. Einziger Nachteil: Der Emittent kann das Zertifikat mit einer dreimonatigen Frist kündigen. Dies passiert erfahrungsgemäß dann, wenn der Index noch etwa 10 Prozent vom Basispreis entfernt ist. Soweit sollten Sie als Anleger es aber gar nicht erst kommen lassen. Sie sollten vor dem Kauf auf jeden Fall ihre maximale Verlusttoleranz festlegen und den Schein konsequent verkaufen, wenn der Markt entgegen ihrer Meinung weiter steigt.

Die beschriebene Funktionsweise gilt für alle vier genannten Zertifikate. Weil diese erst seit wenigen Tagen am Markt sind, macht es keinen Sinn, die entsprechenden Charts abzubilden. Hier stattdessen nochmals eine Übersicht über WKNs und Basispreise:

Index

WKN

Basispreis

DAX

LBB11G

10.000

DAX

LBB11H

12.000

DJ Euro Stoxx 50

LBB11J

7.000

SMI

LBB11K

12.000

*Wie Sie die Zertifikate zur Absicherung einsetzen können

Ein weiterer Vorteil dieser Zertifikate ist deren flexible Einsatzmöglichkeit. Natürlich können Sie einfach ein Zertifikat auswählen und damit auf einen fallenden Index setzen. Ich rate davon jedoch zum jetzigen Zeitpunkt ab. Die Märkte befinden sich in einem intakten Aufwärtstrend. Sollte beispielsweise dem DAX im zweiten Versuch eine Überwindung des Allzeit-Hochs bei 8.136 Punkten gelingen, ist kurzfristig durchaus mit einer charttechnischen Beschleunigung des Aufwärtstrends zu rechnen.

Der von der deutschen Börse im letzten Jahr aufgelegte Short-DAX, der die Entwicklung des DAX invers abbildet, zeigt, dass den Bären im letzten Jahr kräftig das Fell über die Ohren gezogen worden ist.

Short-DAX
WKN / ISIN

A0C4CT / DE000A0C4CT0

Produkt Short-DAX
Zertifikat auf den Short-DAX WKN SG3G26 / DE000SG3G269
Handelsplatz Frankfurt / Stuttgart
Akt. Kurs Short-DAX 5557 Punkte
 

Interessant ist ein Kauf aber beispielsweise für Anleger, die auf satten Buchgewinnen bei Einzelwerten sitzen, diese aber aus steuerlichen Gründen noch nicht realisieren möchten. Wenn Sie nun befürchten, dass der Gesamtmarkt einbrechen könnte, dann haben Sie die Möglichkeit das obige DAX-Zertifikat mit Hebel 4 zu erwerben und dafür ein Viertel ihres Depotvolumens zu investieren.

Angenommen Ihre Papiere entwickeln sich dann ungefähr proportional zum DAX, so können Sie auch eine heftige Korrektur nahezu unbeschadet (abgesehen von den zusätzlichen Transaktionskosten) überstehen, weil dann der Wert ihres Zertifikats in dem Maße steigt, wie der Wert ihrer Einzelpositionen fällt.

Ist nun der DAX tatsächlich um beispielsweise zehn Prozent gefallen und Sie glauben, dass sich die Korrektur dem Ende zuneigt, können Sie mit dem Zertifikat einen Gewinn von 40 Prozent realisieren und dann auf einen Rebound ihrer Einzelpositionen setzen. Diese Vorgehensweise können Sie quasi beliebig wiederholen, bis ihre Buchgewinne bei den Einzelwerten steuerfrei sind.

*Beachten Sie die Risiken!

Trotzdem ist auch eine solche Absicherungsstrategie nicht ohne Risiken. Ganz davon abgesehen, dass Sie nicht mehr von weiter steigenden Kursen profitieren können, wenn der Markt wider Erwarten weiter steigt, gibt es zusätzliche Fallstricke.

Eine Unbekannte ist beispielsweise, ob sich Ihre Aktien tatsächlich proportional zum DAX entwickeln. Erfahrungsgemäß verlieren beispielsweise hoch bewertete Aktien mit Zukunftsfantasie (z.B. Solaraktien --> Q-Cells), oder Aktien von Unternehmen in stark zyklischen Branchen (z.B. Stahl --> Salzgitter), die zuletzt die großen Indizes outperformt haben, bei Korrekturen stärker an Wert als der Durchschnitt. Dies müssen Sie bei Ihrer Kalkulation berücksichtigen.

Umgekehrt kann es natürlich im Falle eines steigenden DAX passieren, dass ihre Werte nicht mehr richtig mitziehen, dafür aber das Zertifikat beständig an Wert verliert. Wird Ihre Verlusttoleranz überschritten, könnten Sie dann irgendwann gezwungen sein, sämtliche Positionen glattzustellen. Sie hätten dann einen Verlust mit dem Zertifikat erwirtschaftet und müssten gleichzeitig die Gewinne bei den Einzelwerten versteuern.


MEIN FAZIT:

- Keine Absicherung ist ohne Risiko: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verkaufen Sie Ihre Aktien
- Es empfiehlt sich zumindest ein Teil des Aktienkapitals langfristig anzulegen und damit durch dick und dünn zu gehen. Auch jetzt noch!
- Wählen Sie nur eine Absicherungsstrategie, wenn Sie eine klare Vorstellung über die künftige Marktentwicklung haben
- Wählen Sie nur eine Absicherungsstrategie, die Sie auch verstehen
- Entscheiden Sie sich für ein möglichst transparentes und einfaches Produkt ohne versteckte Kosten wie beispielsweise die vorgestellten Zertifikate der Landesbank Berlin

 

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2.) Henkel Vorzüge - Procter&Gamble als Vorbild!

 

Passend zum Thema Absicherungsstrategien möchte ich Ihnen heute Henkel kurz vorstellen. Ich erinnere mich an die spärlichen Gewinnerlisten während des Salami-Crashs im DAX: Zu den wenigen Aktien, die sich bei einem extrem schwachen Umfeld häufig gut halten konnten, zählt auch Henkel.

Henkel ist einer der weltweit ältesten Hersteller von chemiebasierten Markenprodukten. Es gibt drei strategische Geschäftsfelder: Wasch-/Reinigungsmittel, Kosmetik/Körperpflege sowie Kleb-/Dichtstoffe. Vor allem die ersten beiden Geschäftsfelder sind relativ konjunkturresistent, weil die Nachfrage seitens der Konsumenten eher unelastisch ist. Das ist logisch: Denn auch in konjunkturell schlechten Zeiten brauchen die Leute Shampoos und Duschgels, um sich zu waschen.

Erstaunlich viele bekannte Marken gehören zum Henkelkonzern: Bei Waschmitteln sind es Namen wie "Persil", "Weißer Riese", "Spee" und "Vernel". Auch die Spülmittel "Pril" und "Somat" stammen von den Düsseldorfern.

Im Bereich Körper- und Haarpflege ist man beispielsweise mit "Gliss", "Taft", "Schauma" und "Fa" vertreten. Bei den Klebstoffen dürften "Pattex" und "Pritt" wohl so ziemlich jedem von Ihnen ein Begriff sein.

Das immer noch überwiegend im Familienbesitz befindliche Unternehmen überzeugte in der Vergangenheit durch eine erfolgreiche Expansionsstrategie und ist inzwischen im Bereich Industriekleber Weltmarktführer.

Henkel ist damit ein Paradebeispiel für den Erfolg eigentümerbasierter Unternehmen. Der German Entrepreneurial Index (GEX), in dem mehr als 100 eigentümerdominierte Unternehmen enthalten sind, legte in den vergangenen fünf Jahren über 190 Prozent zu und hat damit den DAX, der nur etwas mehr als 50 Prozent gestiegen ist, um Längen outperformt. Auch wenn Henkel selbst nicht in diesem Index enthalten ist, spricht diese Performance für sich.

*Erneut positive Überraschung möglich

Der jüngste Kursrückgang in Folge der Platzierung eines größeren Aktienpakets dürfte eine gute Einstiegschance bieten. In einer brandneuen Analyse gehen die Analysten der Citibank davon aus, dass höhere Verkaufspreise, eine robuste Nachfrage in den Schwellenländern und das gute Konsumklima in Deutschland die Margen weiter nach oben treiben würden.

In der Tat gibt es keinen Grund anzunehmen, warum die Erfolgsstory nicht um ein weiteres Quartal fortgeschrieben werden sollte. Im Gegenteil: Durch den Verkauf einiger Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft zählten, konnte das Eigenkapital zuletzt weiter gestärkt und der Cashbestand erhöht werden. Nun kann Henkel am Markt gezielt zukaufen. Zu den möglichen Opfern zählt vor allem der US-Konkurrent ICI und speziell dessen Klebstoffsparte Starch. Die ist Henkels größter Rivale in Übersee.

Grundsätzlich scheint die Wachstumsprognose des Managements von rund vier Prozent eher konservativ. Bereits im ersten Quartal konnte der Umsatz um Sondereffekte um über neun Prozent bereinigt und der Gewinn gar um 13,5 Prozent zulegen. Da ist bei dem bereits 1876 von Fritz Henkel gegründeten Unternehmen noch Raum für eine weitere Prognosenerhöhung vorhanden. Bereits im Mai korrigierte das Management die ursprüngliche Schätzung nach oben.

*Nicht mehr ganz billig

Andererseits wäre dies für eine weitere starke Kurssteigerung aber auch fast schon zwingend, denn mit einem 2007er-KGV von 19 und einem 2008er-KGV von 16,5 ist das Papier sicher nicht mehr günstig. Zum Vergleich: Der noch wesentlich profitablere US-Riese Procter&Gamble hat hier Werte von 20 und 17,5.

Die operative Marge des US-Marktführers lag 2006 bei satten 20,3 Prozent, die von Henkel bei nur 10,2 Prozent. Allerdings ließe sich umgekehrt genauso gut argumentieren, dass bei Henkel damit noch einiges an Optimierungspotenzial vorhanden ist. Die entscheidende Frage ist nur, wie schnell man in der Lage ist dieses zu realisieren.

• Henkel Vz.
WKN / ISIN

604843 / DE0006048432

Börsenwert 7,1 Milliarden Euro
KGV 07e 19
Div.-Rend. 07e 1,4 %
Akt. Kurs 40,47 EUR
 

MEIN FAZIT:

+ Solide geführt, starke Markstellung
+ Ideal für Anleger, die Volatilität aus dem Depot nehmen wollen
+ Dürfte sich bei Kursrückschlägen im DAX relativ besser halten

- Aktie ist nicht mehr günstig

 


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3.) Wo gibt es die höchsten Zinsen?

 

Das weiter steigende Zinsniveau macht sich auch bei den Tagesgeld-Zinsen bemerkbar. Noch nie seit Start des Geldanlage-Reports vor 18 Monaten war das durchschnittliche Zinsniveau der Top Drei-Banken so hoch wie derzeit.

 

Institut
Zinssatz / Zinsertrag pro Jahr
Cortal Consors
4,5 % / 458
Advanzia Bank
4,26 % / 438
Credit Europe (ehemals Finansbank)
4,25 % / 425



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> Themen der nächsten Ausgabe am 14. Juli

 


DAX - Die 3 Top-Gewinner 2007 im Check!
Aktuelle MDAX-Empfehlung
Leserbrief


Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage wünscht

Ihr
Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
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Geschäftsführer: Markus Müller, René Wolf
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