Mit einer Marktkapitalisierung von nur 16 Millionen Euro gehört Splendid allerdings zu den Minis auf dem deutschen Kurszettel und ist alleine auf Grund der geringen Größe schon relativ spekulativ. Wer es solider und größer mag, sollte einen Blick auf die Modebranche werfen: Gerry Weber und Hugo Boss sind en vogue
Monatelang waren die Vorzugs- und Stammaktien von Boss quasi die einzigen deutschen Papiere aus dem DAX- und MDAX-Segment, die neue Hochs erklommen. Im letzten halben Jahr kam der Kurs allerdings ins Stocken. Das lag jedoch nicht an schlechten News. Die Aktie war zwischenzeitlich mit einem 2011er-KGV von deutlich über zwanzig und einer Kursverdopplung innerhalb eines Jahres schlicht der realen Entwicklung etwas vorausgeeilt.
Dafür hat die Aktie aber endlich den charttechnischen Ausbruch über die 2011er-Hochs geschafft und notiert nun auf Allzeit-Hoch-Niveau. Kurse um 30 Euro sind kurzfristig drin.
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Speziell im Segment Renewable Energy Solutions (RES). Hier explodierte der Umsatz nach neun Monaten 2011 um 109 Prozent auf 157,7 Millionen Euro. "Gleich- und Wechselstromlösungen", das Brot-und-Butter-Geschäft von 3W, war zwar rückläufig, unter dem Strich hob CEO Horst Kayser aber die Prognosen für das Gesamtjahr sogar noch an. 420 Millionen Euro Umsatz, ein EBIT von 40 Millionen und ein Gewinn je Aktie von 0,22 Euro könnten dann zu Buche bestehen. Das Ganze ist dann schon um negative Sondereffekte bereinigt. Gegenüber den 306 Millionen Euro im Vorjahr bei hoch negativem Ergebnis ist dies ein starker Turnaround. Noch besser: Das hohe Wachstum soll auch in 2012 und 2013 beibehalten werden. |
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Der Gewinn je Aktie soll überproportional auf 0,47 bzw. 0,60 Euro ansteigen. Damit errechnen sich aus dem aktuellen Kurs von 3,20 Euro KGVs von sieben bzw. fünf. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bereits 2011 bei sehr attraktiven 0,38.
Beeindruckend ist dabei, dass die Tochter AEG Power Solutions in einem extrem schwierigen Umfeld hohes Wachstum erzielt hat. Beispiel Solarwechselrichter: Während die Konkurrenz einbrechende Umsätze meldet, startet 3W einfach in Indien und Nordamerika durch. In Indien wurde ein eigenes Werk eröffnet, in den USA wird der Markt über Kooperationen mit Installateuren angegangen. Mit dem Fokus auf große Anlagen ("utility scale") liegt das Unternehmen zudem voll im Trend.
Sehr gut läuft es auch im Leistungssteller-Geschäft. Leistungssteller sind elektronische Geräte, mit denen man die Stromleistung regulieren kann. Überhaupt hat AEG Power Solutions ein breites Angebot an Steuerungssystemen für den Stromnetzausbau und -umbau. Diese Produkte dürften in den kommenden Jahren besonders stark nachgefragt werden.
Hintergrund ist der steigende Anteil von Strom, der aus erneuerbaren Energien produziert und ins Stromnetz eingespeist wird. Hier stehen die Netzbetreiber vor großen technologischen Herausforderungen.
Obwohl 3W seine Prognosen bisher erfüllt hat und die EBITDA-Marge (operativer Gewinn) sogar höher liegt als beim Börsengang in Aussicht gestellt wurde, verlor die Aktie im Zuge des schlechten Marktumfeldes für Solar- und Windaktien massiv an Wert. Diese Sippenhaft ist aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. Die meisten Analysten sehen das ähnlich. Montega hält einen Kurs von 7,20 Euro für fair, das Bankhaus Lampe 6,00 Euro und Close Brothers Seydler sogar 7,50 Euro. Damit liegt das zugebilligte Kurspotenzial im Mittel bei über 100 Prozent.
- Maschmeyer hat die Aktie durch seinen Einstieg wachgeküsst.
- 3W Power ist auf Basis fundamentaler Bewertungskennzahlen für 2012 und 2013 drastisch unterbewertet.
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